Gehalt, Tarifvertrag und Karrierechancen im Überblick – transparent und aktuell.
Was bleibt vom Verwaltungsfachangestellte (VFA)-Gehalt übrig?
Nach Steuern und Sozialabgaben
Verwaltungsfachangestellte Gehalt 2026: Sicherheit trifft auf Tarif-Power. Wir zeigen dir, was du in der Entgeltgruppe E9a verdienst, wie sich der TVöD (Kommunen) vom TV-L (Länder) unterscheidet und wie der Aufstieg in den gehobenen Dienst gelingt.
Als Verwaltungsfachangestellte(r) bist du das Rückgrat der deutschen Bürokratie. Dein Gehalt ist kein Geheimnis, sondern steht schwarz auf weiß in der Tabelle. Aber welche?
Der Tarif-Dschungel: TVöD vs. TV-L
Arbeitest du im Rathaus (Kommune), gilt der TVöD-VKA. Bist du beim Land (z.B. Universität, Regierungspräsidium), gilt der TV-L.
Faustregel: Der TVöD zahlt oft einen Tick besser und hat eine höhere Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld).
Eingruppierung nach der Ausbildung:
Du startest meist in der Entgeltgruppe E 5 oder E 6. Das sind aktuell ca. 2.928 € bis 3.000 € brutto zum Einstieg. Wer anspruchsvollere Aufgaben übernimmt (z.B. im Ordnungsamt oder Sozialamt), klettert schnell in die E 8 oder E 9a (Endstufe ca. 4.700 €).
Der Karriere-Turbo: Angestelltenlehrgang II
Mit der Ausbildung zur VFA ist in der E 9a oft Schluss ('Decke des mittleren Dienstes'). Wer mehr will, macht den 'AL II' (Verwaltungsfachwirt). Damit knackst du die Tür zum gehobenen Dienst auf (Gruppen E 9b bis E 12) und verdienst so gut wie studierte Bachelor-Absolventen.
Vom Personalausweis im Bürgerbüro über Bauanträge bis hin zur Knöllchen-Bearbeitung im Ordnungsamt: Du setzt Gesetze in die Praxis um. Du bist Rechtsanwender, Dienstleister und Problemlöser für Bürger. Aktenberge? Ja, aber immer digitaler (E-Akte).
1. Sachbearbeiter (E5-E8): Der Standard nach der Ausbildung.
2. Fachspezialist (E9a): Komplexe Fälle, z.B. Widerspruchsbescheide.
3. Verwaltungsfachwirt (AL II): Weiterbildung (ca. 8-12 Monate), ermöglicht E9b-E12.
4. Verbeamtung: Unter bestimmten Voraussetzungen (und Altersgrenzen) ist der Wechsel ins Beamtenverhältnis möglich.
Das Gehalt steigt mit Erfahrung und Qualifikation.
Das Schöne am Tarif: Er gilt für alle gleich. Keine Nase-Faktor-Verhandlungen. Alle paar Jahre gibt es eine Tarifrunde mit prozentualen Erhöhungen. Dazu steigst du automatisch in den Erfahrungsstufen (Stufe 1 bis 6). Ein E9a-Angestellter in Stufe 6 verdient fast 1.500 € mehr als beim Einstieg.
| Stufe | Erfahrung | Gehalt |
|---|---|---|
| Stufe E6 Stufe 1 | Einstieg | 3.042 € |
| Stufe E6 Stufe 3 | nach 3 Jahren | 3.400 € |
| Stufe E8 Stufe 4 | Spezialist | 3.750 € |
| Stufe E9a Stufe 6 | Endstufe (VFA) | 4.700 € |
| Stufe E11 Stufe 5 | Fachwirt (AL II) | 5.400 € |
Grundsätzlich Ja, aber es ist kein Automatismus. Oft musst du dich auf eine Beamtenstelle bewerben und die Voraussetzungen (Alter u. 32/42 Jahre je nach Land, Gesundheit, Deutsche Staatsbürgerschaft) erfüllen. Viele Behörden 'entbeamten' aber eher und stellen lieber Angestellte ein.
Die Rechtskenntnisse. VFA lernen 3 Jahre lang Gesetze anzuwenden. Büro-Kaufleute lernen mehr Rechnungswesen und Orga. In Behörden werden VFA oft bevorzugt für hoheitliche Aufgaben (Bescheide schreiben) eingesetzt und daher oft höher eingruppiert (E8/E9a) als Bürokräfte (oft E5/E6).
Im TVöD (Kommunen) ist es gestaffelt. In den unteren Gruppen (E1-E8) beträgt es fast 85% eines Monatsgehalts. In höheren Gruppen sinkt der Prozentsatz etwas. Es wird mit dem November-Gehalt ausgezahlt.
Geld und Macht. Mit dem AL II (Verwaltungsfachwirt) darfst du Aufgaben übernehmen, die sonst studierten Bachelor-Absolventen vorbehalten sind. Du springst von E9a (max. 4.700 €) in Bereiche bis E12 oder E13 (max. 6.500 €).
Quellen & Datengrundlage