Gehalt, Tarifvertrag und Karrierechancen im Überblick – transparent und aktuell.
Was bleibt vom Krankenschwester / Pflegefachfrau-Gehalt übrig?
Nach Steuern und Sozialabgaben
Krankenschwester Gehalt 2026: Was verdient eine Pflegefachfrau nach TVöD-P? Wir zeigen dir die aktuellen Tarifstufen, Zulagen für Nacht- und Wochenenddienste und den Unterschied zwischen Krankenhaus und ambulanter Pflege.
Seit 2020 heißt der Beruf offiziell Pflegefachfrau/Pflegefachmann. Die generalistische Ausbildung vereint Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege. In Krankenhäusern wird nach TVöD-P (Pflege) oder TV-L gezahlt. Die Zulagen für Schichtarbeit können das Gehalt erheblich steigern.
Pflegefachkräfte versorgen Patienten in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder ambulant. Der Job ist körperlich und emotional fordernd, aber gesellschaftlich unverzichtbar. Der Fachkräftemangel ist enorm – Arbeitnehmer haben starke Verhandlungsposition.
1. Fachweiterbildung: Intensiv, OP, Anästhesie – mit Spezialisierung steigt das Gehalt auf 4.000-4.500€.
2. Stationsleitung: Führungsverantwortung für ein Team. Gehalt: 4.200-5.000€.
3. Pflegedienstleitung (PDL): Management-Position mit 5.000-6.500€.
Das Gehalt steigt mit Erfahrung und Qualifikation.
Im öffentlichen Dienst werden Pflegekräfte nach TVöD-P bezahlt. Die Entgeltgruppe P7 gilt für examinierte Pflegefachkräfte. Mit Fachweiterbildung steigt man in P8/P9 auf. Die Stufen 1-6 steigen mit der Berufserfahrung automatisch.
| Stufe | Erfahrung | Gehalt |
|---|---|---|
| Stufe P7 Stufe 1 | 0-1 Jahre | 3.091 € |
| Stufe P7 Stufe 2 | 1-3 Jahre | 3.236 € |
| Stufe P7 Stufe 3 | 3-5 Jahre | 3.380 € |
| Stufe P7 Stufe 4 | 5-8 Jahre | 3.563 € |
| Stufe P7 Stufe 5 | 8-12 Jahre | 3.711 € |
| Stufe P7 Stufe 6 | 12+ Jahre | 3.828 € |
Bei einem Bruttogehalt von 3.500€ (TVöD P7 Stufe 3) bleiben in Steuerklasse 1 ca. 2.350€ netto. Mit Schichtzulagen kann das Brutto auf 4.000€+ steigen, was ca. 2.600€ netto ergibt.
Nach 10 Jahren erreicht man im TVöD die Stufe 5 (P7) mit ca. 3.700€ brutto. Mit Fachweiterbildung (z.B. Intensiv) und P8-Einstufung sind 4.000-4.500€ möglich.
Krankenhaus zahlt besser. Der TVöD-P ist meist höher als die AVR-Tarife der kirchlichen Träger oder die oft untertariflichen Gehälter privater Pflegeheime. Zudem gibt es im Krankenhaus mehr Zulagen durch Schichtarbeit.
Seit 2020 ist 'Pflegefachfrau/Pflegefachmann' die offizielle Berufsbezeichnung. Die neue generalistische Ausbildung vereint Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege. 'Krankenschwester' ist die umgangssprachliche, veraltete Bezeichnung.
Ja! Fachpfleger für Intensiv/Anästhesie werden in P8 oder höher eingestuft. Das bedeutet ca. 300-500€ mehr im Monat. Außerdem sind Intensivpflegekräfte noch gefragter als normale Pflegekräfte.
Quellen & Datengrundlage