Altenpfleger Berufsbild
Gesundheit & Pflege Aktuell 2026

Was verdient ein Altenpfleger?

Gehalt, Tarifvertrag und Karrierechancen im Überblick – transparent und aktuell.

Durchschnitt
3.350 €
brutto / Monat
Einstieg
2.900 €
brutto / Monat
Spitze
4.500 €
brutto / Monat
Jahresgehalt
40.200 €
brutto / Jahr

Brutto-Netto-Rechner

Was bleibt vom Altenpfleger-Gehalt übrig?

Geschätztes Nettogehalt

Nach Steuern und Sozialabgaben

Berufsbild Altenpfleger

Altenpfleger Gehalt 2026: Die Pflegereform wirkt – Gehälter steigen! Der Vergleich zwischen Pflegeheim und ambulanter Pflege, die Unterschiede zwischen AVR, TVöD und privaten Trägern.

Altenpfleger sind systemrelevant, aber oft unterbezahlt – das ändert sich langsam. Die Pflegereform und der akute Fachkräftemangel haben zu deutlichen Gehaltssteigerungen geführt. Zulagen für Schichtarbeit machen den Unterschied.

Das Berufsbild heute

Altenpfleger versorgen ältere Menschen in Pflegeheimen oder ambulant. Der Job ist körperlich und emotional anstrengend, aber auch erfüllend. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal ist enorm.

Karrierewege

1. Wohnbereichsleitung: Führung eines Pflegebereichs (+300-500€).
2. Pflegedienstleitung (PDL): Management des Pflegedienstes (4.000-5.000€).
3. Heimleitung: Gesamtleitung einer Einrichtung (4.500-6.000€).
4. Fachberatung: Beratung von Pflegeeinrichtungen.

Typische Aufgaben

  • Grundpflege (Körperpflege, Anziehen, Essen)
  • Behandlungspflege (Medikamente, Wundversorgung)
  • Dokumentation und Pflegeplanung
  • Betreuung und Aktivierung
  • Kommunikation mit Angehörigen und Ärzten
  • Sterbebegleitung

Gehaltsentwicklung

Das Gehalt steigt mit Erfahrung und Qualifikation.

Azubi (1. Jahr) 1.190 €
Pflegefachkraft (Einstieg) 2.900 €
Pflegefachkraft (5 Jahre) 3.350 €
Wohnbereichsleitung 3.800 €
Pflegedienstleitung 4.500 €

TVöD-P / AVR (Caritas/Diakonie) (P7)

In öffentlichen Einrichtungen gilt TVöD-P7. Kirchliche Träger (Caritas, Diakonie) zahlen nach AVR, oft etwas weniger. Private Träger haben oft keinen Tarifvertrag – die Gehälter variieren stark.

Stufe Erfahrung Gehalt
Stufe P7 Stufe 1 Einstieg 2.932 €
Stufe P7 Stufe 2 1-2 Jahre 3.072 €
Stufe P7 Stufe 3 3-4 Jahre 3.207 €
Stufe P7 Stufe 4 5-7 Jahre 3.380 €
Stufe P7 Stufe 5 8-10 Jahre 3.524 €
Stufe P7 Stufe 6 10+ Jahre 3.632 €

Gehalt nach Bundesland

Baden-Württemberg 3.550 €
Bayern 3.500 €
Hessen 3.450 €
Hamburg 3.600 €
Nordrhein-Westfalen 3.350 €
Niedersachsen 3.250 €
Berlin 3.300 €
Rheinland-Pfalz 3.200 €
Sachsen 3.000 €
Thüringen 2.950 €

Gehalt nach Arbeitgeber

Öffentlicher Träger (TVöD-P) 3.500 €
Caritas/Diakonie (AVR) 3.350 €
Große Pflegekette (Korian, Alloheim) 3.200 €
Kleines Pflegeheim (private) 2.900 €
Ambulanter Pflegedienst 3.000 €
Zeitarbeit 3.200 €

Vorteile

  • +Maximale Jobsicherheit (Fachkräftemangel)
  • +Sinnvolle und menschennahe Arbeit
  • +Deutliche Gehaltssteigerungen in letzten Jahren
  • +Gute Aufstiegsmöglichkeiten

Nachteile

  • Körperlich und emotional belastend
  • Schichtdienst inkl. Wochenenden und Feiertage
  • Personalmangel führt zu Überlastung
  • Gehalt immer noch unter anderen Berufen mit gleicher Ausbildung

Häufig gestellte Fragen

Wie viel verdient ein Altenpfleger netto?

Bei einem Brutto von 3.250€ (P7 Stufe 3) bleiben in Steuerklasse 1 ca. 2.200€ netto. Mit Schichtzulagen kann das Netto auf 2.500€+ steigen.

Verdient man im Krankenhaus oder Pflegeheim besser?

Krankenhaus zahlt oft besser, da dort häufiger TVöD-P gilt und es mehr Schichtzulagen gibt. Allerdings gleicht sich das aus, da in Pflegeheimen oft längere Dienste (12h) gemacht werden.

Was ist der Unterschied zwischen Altenpfleger und Pflegefachkraft?

Seit 2020 gibt es die eigenständige Altenpflege-Ausbildung nicht mehr. Die generistische Pflegefachkraft ersetzt Altenpfleger, Krankenpfleger und Kinderkrankenpfleger.

Zahlt Caritas/Diakonie gut?

Mittelmäßig. Die AVR-Tarife sind oft etwas niedriger als TVöD, aber immer noch solide. Dafür gibt es oft bessere Arbeitsbedingungen und kirchliche Zusatzleistungen.

Lohnt sich die PDL-Weiterbildung?

Absolut! Als Pflegedienstleitung verdienst du 4.000-5.000€ – deutlich mehr als als normale Pflegekraft. Die Weiterbildung dauert ca. 2 Jahre berufsbegleitend.

Quellen & Datengrundlage

  • TVöD-P Entgelttabellen 2024
  • AVR Caritas/Diakonie
  • DBfK (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe)
  • Destatis – Verdienste Altenpflege

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